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Was ist Visualtraining?

Die heutige Welt mit Fernsehen und Computern stellt immer höhere Anforderungen an
die Sehfähigkeiten. Tägliche Bildschirmarbeit ist für immer mehr Menschen unver-
zichtbarer Bestandteil des Lebens. Der daraus resultierende ständige Stress für die
Augen kann einen Teufelskreis in Gang setzen: Tägliche Überanstrengung bei Arbeiten
in der Nähe verschlechtert Ihre Sehkraft und zwingt Sie dann wiederum, Ihre Augen
noch mehr anzustrengen.


Das binokulare Sehen

Als binokulares (beidäugiges) Sehen bezeichnet man die Art und Weise, wie beide Augen
zusammenarbeiten. Wenn diese nicht richtig kooperieren, spricht man von fehlerhaftem
oder defektem binokularen Sehen. Das effiziente Zusammenspiel beider Augen kann
jedoch gut trainiert werden. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass rich-
tiges Visualtraining das binokulare Sehen normalisiert und dieser Effekt dann auch von
Dauer ist.

Ziel des Visualtrainings ist es, das binokulare Sehen und die Sehfähigkeiten zu opti-
mieren und die durch mangelhaftes binokulares Sehen hervorgerufenen Symptome zu
beheben. Während der Nutzen eines Trainings für andere Körperteile unbestreitbar ist,
erkennen nur wenige Menschen, dass Augen und Augenmuskeln genauso trainiert wer-den können und müssen. Visualtraining ist jedoch nicht nur ein Fitnessprogramm für
die Augen, es geht ebenso darum, fehlende motorische Fähigkeiten wieder zu lernen
oder zu verbessern, z. B. die Zusammenarbeit zwischen Gehirn und Körper.


Symptome bei einem mangelhaften binokularen Sehen


Mangelhaftes binokulares Sehen kann die Ursache für folgende Symptome sein:

  • Wenn Sie häufig Kopfschmerzen im Stirn- oder Schläfenbereich haben
  • Wenn Sie sich nicht gut konzentrieren können
  • Wenn Ihnen beim Lesen der Text vor den Augen verschwimmt
  • Wenn Sie sich beim Lesen oder bei längerer Nah-Arbeit unbehaglich fühlen und teilweise ein Auge schließen müssen
  • Wenn Sie beim Lesen Zeilen überspringen oder Zeilen doppelt lesen
  • Wenn Sie nur sehr langsam lesen können
  • Wenn Sie Probleme haben, einen Gegenstand zu fokussieren
  • Wenn Sie Probleme haben, ihren Blick beim Wechsel von Nähe zu Ferne und umgekehrt scharf einzustellen
  • Wenn die Sehkraft Ihrer beiden Augen sehr unterschiedlich ist
  • Wenn Ihre Augen häufig brennen und Sie das Gefühl haben, etwas im Auge zu haben
  • Wenn Ihre Sicht verschwimmt
  • Wenn Sie doppelt sehen
  • Wenn Ihre Augen tränen
  • Wenn Sie Probleme mit Ihrer Gleitsichtbrille haben

Nur sehr selten treten viele der oben beschriebenen Probleme gleichzeitig auf. Kurz-
sichtigkeit, Weitsichtigkeit oder andere strukturelle Defekte haben keinen direkten Ein-
fluss auf die Kooperation der Augen. Viele Menschen, die keine Brille oder Kontaktlinsen
benötigen, haben Probleme mit dem binokularen Sehen. Dagegen kann ein Weitsichtiger
mit gravierenden strukturellen Defekten trotzdem ein gut funktionierendes binokulares
Sehen haben.


Wer kann vom Visualtraining profitieren?


Es herrscht Einigkeit zwischen Augenärzten und Optikern, dass Visualtraining tatsächlich
gut funktioniert. Jedoch gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, wie viele Menschen
es tatsächlich brauchen. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung können wir behaupten,
dass ein großer Teil aller Menschen vom Visualtraining profitieren könnte, da Defizite
beim binokularen Sehen sehr häufig sind.

Forschung und Trainingserfahrung haben gezeigt, für welche Gruppen Visualtraining hilfreich ist:

  • Menschen, die viel am Bildschirm arbeiten oder sonstige Nah-Arbeit verrichten
  • Studenten und andere, die sehr viel lesen
  • Sportler und alle, deren Erfolge sehr von der Fähigkeit, schnell bewegende Objekte zu verfolgen, abhängig sind
  • Piloten und andere, deren Beruf ein besonders gutes Sehvermögen erfordert
  • Alle Menschen, bei denen die oben aufgeführte Symptome eines defekten binokularen Sehens auftreten
  • Personen, die ihre Augen nicht nach innen drehen können

Jedes Mal wenn Sie einen Gegenstand in der Nähe scharf sehen wollen (speziell in einer
Entfernung von 40 bis 70 cm), müssen Ihre Augen

  • sich einwärts drehen, was durch die äußeren Augenmuskeln erfolgt
  • ihre Fokussierung koordinieren und auf den genau gleichen Punkt richten
  • ihre Sehschärfe anpassen, damit der Gegenstand klar gesehen wird.

Das ist ein komplizierter Prozess, der zwölf Augenmuskeln, jeweils drei Hirnnerven, und
sowohl das vegetative (autonome) als auch das willkürliche (somatische) Nervensystem
einschließt. Tatsächlich gibt es keinen anderen Ablauf im menschlichen Körper, der solch
ein intensives Zusammenspiel zwischen Muskeln, Hirnnerven und Nervensystem erfor-
dert. Von diesem Ablauf erwarten wir normalerweise, dass er ohne Problem den ganzen
Tag über optimal funktioniert. Da dies nur selten wirklich der Fall ist, können die meisten
Menschen vom Visualtraining profitieren und die Kooperation ihrer Augen verbessern.


Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Visualtraining funktioniert

Studien über die Behandlung von fehlerhaftem oder defektem binokularen Sehen haben
gezeigt, dass Visualtraining den meisten Menschen dabei helfen kann, ein normales
binokulares Sehen zu erreichen. Diese Studien haben ebenfalls gezeigt, dass der Trai-
ningseffekt sehr lange anhält.

Eine Studie des Optikers T. Helstrup und des Augenarztes T. Haghfelt aus den Jahren 1996 /1998 zeigte, dass

  • Menschen, die mehr als 20 Jahre an Sehstörungen litten, eine substantielle und nachhaltige Verbesserung ihres Sehvermögens erreichten.
  • Menschen, die vor dem Visualtraining an Kopfschmerzen litten, nun sehr viel seltener Kopfweh-Attacken haben.
  • Menschen, die an Augenproblemen wie Schmerzen, Entzündungen oder Tränenfluss litten, erfuhren, dass diese Symptome nach dem Durchlaufen des kompletten Trainings verschwunden waren.
  • die meisten Menschen, bei denen Doppeltsehen auftrat, eine gravierende Verbesserung erfuhren.
  • die meisten Menschen, denen beim Lesen der Text vor den Augen verschwamm, ebenfalls eine erhebliche Verbesserung erfuhren.
  • die meisten Menschen, die täglich Nah-Arbeiten ausführen, feststellen konnten, dass sie nach dem Visualtraining die Arbeitszeiten vervielfachen konnten, ohne dabei Beeinträchtigungen des Sehens zu bemerken.

  • das fast jeder, der an Konzentrationsschwäche oder müden Augen leidet, dieses durch Visualtraining erheblich verbessern kann.



Wie funktioniert Visualtraining?

Die Idee des Visualtrainings ist es, mit dem Zusammenspiel zwischen den Augen-
muskeln, dem Fixieren und dem Scharfeinstellen der Augen zu arbeiten. Das wird
durch ein Trainingsprogramm erreicht, das unterschiedliche Übungsreihen enthält.
Aus diesen Übungsreihen wird das Programm für jeden Nutzer individuell zusammen-
gestellt. Dabei werden die jeweils vorhandenen Stärken und Schwächen des binoku-
laren Sehens berücksichtigt.

 

Augenbewegung und -koordination

Sie müssen in der Lage sein, einem bewegten Gegenstand so zu folgen, dass beide Augen immer auf diesen ausgerichtet sind. Dies ist z. B. eine Voraussetzung, wenn die Augen beim Lesen von einer Zeile zur nächsten übergehen sollen, ohne dabei wieder in der gleichen Zeile zu landen oder eine Zeile auszulassen. Die Augen müssen dabei gleichzeitig in der Lage sein, ohne Problem von einem Objekt zum Nächsten zu springen. Eine Voraussetzung, um Wörter und Sätze lesen zu können.

 

Fixieren und Konvergenz

Die Augen müssen simultan und dauerhaft nach innen in Richtung Nase bewegt werden können wie auch nach außen für das Entfernungssehen. Diese Fähigkeit wird beim Lesen genauso benötigt wie in den meisten Sportarten, bei denen es auf schnelles und genaues Fixieren ankommt, z. B. beim Golf oder beim Badminton.

 

Fusionsreserve

So wird das Durchhaltevermögen Ihrer Augen bezeichnet, welches Ihnen ermöglicht,
z. B. beim Lesen auch nach längerer Zeit noch klar zu sehen, ohne dass der Text verschwimmt oder Sie doppelt sehen. Diese Fähigkeit wird beim Visualtraining sowohl für nahes Sehen als auch für das Sehen in der Ferne trainiert.

 

Orientierung

Es ist wichtig, das ganze Gesichtsfeld ausnutzen zu können, um sich jederzeit gut in seinem Umfeld zurechtzufinden. Das benötigt man immer, wenn man sich in einer unübersichtlichen Umgebung, z. B. im Supermarkt oder in einem Kaufhaus orientieren muss. Ihr Raum- und Richtungsgefühl muss gut entwickelt sein, wenn Sie Entfernungen gut abschätzen wollen.

 

Anpassungsfähigkeit (Akkommodation)

Das ist die Fähigkeit, z. B. von einem Buch auf eine Wandtafel zu schauen und ohne Verzögerung sofort wieder scharf zu sehen. Wenn Sie das nicht richtig können, werden Sie immer wieder feststellen, dass Sie im Text springen oder sich die Schärfe ändert.